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Rundwanderweg Val Perlana

Ausgangspunkt: Ossuccio
Zwischenstopp: San Benedetto
Endpunkt: Ossuccio
Min. Höhe: 220 m
Max. Höhe: 1.100 m
Wanderzeit: 4 Std.
Länge: 11,5 km
Schwierigkeitsgrad: E
Besonderheiten: wir wandern am linken hydrographischen Ufer des Perlana Bachs und
kehren dann über die rechte Talseite zum Ausgangspunkt zurück. Der Rundwanderweg
führt vorbei an heute ziemlich verwilderten und verlassenen Plätzen, den zahlreiche
Zeugen einer vergangenen Zivilisation, unterwegs treffen wir auf gut 3 religiöse Orte, die
den kirchlichen Einfluss in dieser Larianischen Erde bezeugen.
Kennzeichnung: verschiedene Markierungen, vertikal auf Holztafeln, Richtungspfeile,
Hinweisschilder.
Ausrüstung: wandertauglich
Wegbelag: meist gepflasterte Saumpfade, sonst mehr oder weniger gut markierter Weg
Beste Jahreszeit: ganzjährig, Vorsicht im Winter bei starkem Schneefall

Wegbeschreibung
Von Como kommend, am Dorfende von Ossuccio, im Ortsteil Campo, verlässt man die Staatsstraße vor der Steigung, die über den Perlana Bach führt und nimmt links die Via Vaccani. Nach ca. 200 m kommt man zu einem Platz mit Parkmöglichkeit. Hier beginnen wir die Wanderung entlang der Asphaltstraße bis zu einem Weiler, dem Ortsteil Mulino, nehmen das Gässchen durch die Häuser hindurch zur alten Bogenbrücke über den Perlana hinauf, überqueren diese und erreichen den Ortsteil Molgisio, das historisches Zentrum von Lenno. Weiter geht es auf Pflaster bis zu einer Kreuzung dreier Straßen. Wir nehmen die Asphaltstraße mit dem Hinweisschild Abbadia dell’Acquafredda links hinauf. Etwas weiter, an der ersten Kurve biegt man rechts in eine schmale Pflasterstraße ein, die sehr bald vor den Eingang der Abbadia dell’Acquafredda führt (329 m). Wir schauen in Richtung Kapelle der Alpini und nehmen den Saumpfad rechts hinauf, Schild Narro 1,5 Std. Links von der Kapelle beginnt der untere Weg, der nach San Benedetto führt. Wir aber nehmen eine ziemlich anstrengende Steigung: je höher man mühsam kommt desto mehr öffnet sich einem die sich lohnende Aussicht. Der Saumpfad führt uns bis zum Ortsteil Daie, hier geht es dann eben weiter. Man hält sich links, immer den Hinweisen in Richtung Garbagno, Piazza folgend und jene vermeidend, die Narro anzeigen. Anmerkung: etwas vor dieser Kreuzung trifft man links auf den Beginn eines Weges in Richtung San Benedetto. Bald steigt der Weg wieder an, bis zur Ortschaft Cumulo (1.060 m) mit einem alten Steinbrunnen, 1,30 Std. Hier nimmt man den Weg nach San Benedetto: nach einigem Auf und Ab treffen wir auf eine erste Weggabelung, halten uns links, vorbei an einem Bauernhof und nach einer Geraden treffen wir auf die zweite Gabelung. Der Weg geht
links hinunter oder verläuft rechts auf gleicher Höhe: beide führen nach San Benedetto. Man hält sich rechts und betritt den Wald dieses Talhangs. Die Gegend ist ziemlich wild, mit Ruinen alter Bauernhöfe und zahlreichen von Unwettern umgehauenen Bäumen. Was einstmals eine gute Verbindungsstraße war - man erkennt noch die Reste einer Trockenmauer als Abgrenzung - ist heute nur noch eine langsam von der Natur zurückeroberte Spur. Wir überqueren ein Bächlein, das talwärts fließt, dann eine zweite Furt, wir wechseln die Richtung leicht aufwärts gehend, vorbei an einem Weiler gut erhaltener und mit guten Futterweiden umgebener Bauernhöfe. Vor den Bauernhäusern eine neue Gabelung, ein Weg steigt rechts an, der andere fällt geradeaus leicht ab. Wir gehen in dieser Richtung weiter, hinein und hinaus, und stoßen unterwegs auf weitere verlassene Höfe. In der Nähe einer dieser Höfe trifft man auf die rot-weiße Markierung eines Wegs, mit dem Hinweis auf die Ortschaft Piazza. Der Abstieg beginnt und der Weg wird zum Saumpfad. Einstmals muss es ein wichtiger Weg mit Trockenmauer-Begrenzung gewesen sein, auf der Berg- wie auch auf der Talseite, heute ist er dem totalen Verfall ausgeliefert. Unten treffen wir rechts auf die Abzweigung nach San Benedetto, jenseits des Bachs zwischen den Pinien bereits erkennbar. Die Hinweise bringen uns bald an eine Holzbrücke über den Perlana Bach. Nun ist man am anderen Bachufer. Nach wenigen Minuten leichter Steigung gelangen wir in Sichtweite der Abtei San Benedetto (817 m), wo eine Rast zum absoluten Muss wird. Wir nehmen die Steigung vor der Kirche - nur einige Meter um den richtigen Weg zu finden. Die Richtungspfeile leiten uns links weiter bis ins Tal. Man ist auf der gegenüberliegenden Talseite des Val Perlana, der Weg führt bequem zurück zum Wallfahrtskirche Madonna del Soccorso, 419 m. Am Wallfahrtsort angelangt muss man unbedingt Halt machen um die Kirche zu besichtigen und vom Kirchplatz aus das Panorama auf Lenno und Ossuccio bewundern. Wir wandern weiter talwärts, über den Viale delle Cappelle del Sacro Monte. Es handelt sich um 14 Kapellen, einige erst kürzlich restauriert. Ein kurzer Blick auf diese Kunstwerke während des Abstiegs erholt von der angesammelten Erschöpfung. Man ist ja bereits am Ende der Wanderung angelangt: die erste Kapelle des Sacro Monte steht in der Nähe der alten Brücke, Grenze zwischen Ossuccio und Lenno, an der man am Anfang vorbeigegangen ist. Hat man das Gässchen rechts gefunden, das zwischen den Häusern hinunterführt, erreicht man bald den Parkplatz der Ausgangspunkt war.

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